Was ist Sozial Phobie?

Ich tue mir schwer, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen aber habe ich wirkliche eine Sozial Phobie? Meine Freundin ist das Gegenteil, sie zieht Menschen förmlich an. Was mache ich falsch?

Lesezeit: 3 Minuten

 

Kontakte knüpfen

Unser Leben unterliegt dem Wandel. Wir knüpfen deshalb permanent neue Kontakte und verlieren welche. Das ist ganz normal und passiert unbewusst. Die Tiefe des Kontakts variiert dabei sehr stark. Generell lässt sich daher sagen, dass wir viel mehr oberflächliche Kontakte knüpfen als wirklich tiefe Freundschaften.

Wer viel unterwegs ist und die eigenen vier Wände gerne verlässt, knüpft automatisch mehr Kontakte, weil wir dann umso mehr Personen begegnen. Das fängt beim einfachen “Hallo” zum Busfahrer an und endet beim Tratsch mit der ehemaligen Nachbarin die einem gerade über den Weg läuft.

Kontakte sind also unterschiedlich intensiv und variieren ebenso in der Häufigkeit. Den Busfahrer sehen wir vielleicht täglich, er gehört dennoch nicht zu den innersten Freunden, wähend die Schulfreundin von damals uns deutlich mehr bedeutet obwohl wir sie selten sehen.

 

Was ist eine Soziale Phobie?

Soweit so gut. Mehr Kontakte oder weniger – das ist zunächst alles normal. Menschen mit einer Sozial Phobie fürchten hingegen, von anderen Personen als peinlich oder komisch wahrgenommen zu werden. Diesen Menschen ist ihr eigenes Verhalten peinlich. Das kann sich auf die Art beziehen, wie jemand isst, redet oder geht aber deshalb auch auf fehlende Schlagfertigkeit “Was soll ich antworten?” beziehen. Kommen dann Faktoren wie Schwizen – zum Beispiel aus Angst – hinzu, verstärkt sich das Verhalten.
 
 

Wann tritt Sozial Phobie auf?

Die Sozial Phobie ist eine Angst und tritt in Situationen auf, in denen man für andere sichtbar ist. Immer wenn es darum geht, sich beweisen zu müssen oder wenn man im Mittelpunkt steht, kann eine Sozial Phobie zuschlagen. Klassische Situationen sind bei einem Vortrag, bei Prüfungen aber auch beim Essen in der Öffentlichkeit.

Etwa 2 bis 7 % der Bevölkerung leidet an einer solchen Phobie. Ein Trost also für alle Betroffenen – wir sind nicht allein! Während Frauen fast doppelt so häufig betroffen sind, ist die Phobie bei Männern weniger verbreitet. Die soziale Phobie beginnt meist schon in der Jugend und entwickelt sich dann weiter.

 

Alleinleben schürt Depression und Ängste

Alleinleben schürt Depression und Ängste

 

Kontakte knüpfen mit Sozial Phobie

OK, an dieser Stelle wird’s etwas schwierig, weil der erste Kontakt ja zwangsläufig Aufmerksamkeit erfordert. Plötzlich steigt die Angst in einem hoch, man könnte etwas falsches sagen oder sich falsch verhalten. Das Herz klopft, es wird heiß im Körper und der Schweiß läuft. Alles nicht gut. Menschen mit Sozial Phobie versuchen deshalb, solche Situationen zu vermeiden. Das ist besonders ärgerlich, weil die Phobie es den Menschen erschwert, einen geeigneten Job oder Partner zu finden.

 

Was hilft gegen Sozial Phobie?

Nun, Freunde.one ist kein phsychologisches Experten Team aber wir wissen, dass die Phobie für die Betroffenen ein ernsthaftes Problem darstellt. Von alleine verschwindet die Phobie leider nicht, weshalb der Weg zum Psychotherapeuten ratsam ist. Dort sind die Heilungschancen übrigens recht gut.

Häufig tritt die Phobie gemeinsam mit anderen Erkrankungen auf. Der Psychotherapeut erfragt deshalb zunächst den Gesundheitszustand und steckt dann das Behandlungsfeld ab. Hilfreich sind auch Selbsthilfegruppen wie zum Beispiel Nakos, weil sich Betroffene dort austauschen können.

Generell ist es hilfreich, sich das Problem bewusst zu machen.

  • Ja, ich habe hier ein Problem und die gute Nachricht ist: es lässt sich lösen.
  • Die zweite gute Nachricht: ich bin mit dem Problem nicht alleine
  • Je mehr ich mich auf die Symptome konzentriere, desto stärker werden sie. Besser ist es also, Herzrasen und Schweiß zu ignorieren. Tief durchatmen und gezielte Entspannung lindern das Problem.

Nachdem die Phobie eine Form der Angst ist, hilft es dir sicherlich auch, wenn du dich mit deinem Selbstbewusstseit auseinander setzt. Das mag jetzt etwas esotherirsch klingen, ist es aber nicht. Je besser dein Selbstbewusstsein, desto stärker fühlst du dich innerlich. Genau diese Stärke hilft dir beim Kampf gegen die Angst.

▶︎ Selbstbewusstsein stärken

 Wem der Weg zum Psychater eine Nummer zu krass ist, kann sich mit Online Trainings Wissen aneignen. Aktuell gibt es ein Angebot für den “Onlinekurs zur Selbstentwicklung“. Der Kurs an der Laudius Akademie kostet normal 264 Euro und ist aktuell für 19 EUR zu haben. Da kann man eigentlich nix falsch machen.

 

Habe ich eine soziale Phobie?

Pauschal lässt sich das schwer sagen, weil es sich hierbei um eine Form der Depression handelt und es daher einfach zu viele unterschiedliche Ausprägungen gibt. Ganz pauschal können aber folgende Symtome einen Hinweis auf eine Soziale Phobie geben:

  • Starke Furcht, im Mittelpunkt zu stehen oder sich zu blamieren.
  • Körperlich kann sich die Angst durch Erröten oder Zittern zeigen. Auch erbrechen und Durchfall sind möglich. Je stärker sich die Person auf die Symtome konzentriert, desto stärker werden sie.
  • Die Angst bezieht sich auf soziale Situationen in kleinen Gruppen. Zum Beispiel beim Essen gehen oder in der Schulklasse
  • Betroffene Personen vermeiden oft den Kontakt zu anderen Menschen oder kleinen Gruppen.

 

Es lässt sich nicht sicher sagen, woher die Angst exakt kommt, weil hier viele Faktoren zusammen spielen. Ein Teil sind Erbanlagen. Der weitaus größere Anteil ist hingegen dem sozialen Umfeld zuzuschreiben. Viele Betroffene berichten, dass Sie gehänselt oder gemobbt wurden. Sie sind deshalb mit der Angst groß geworden, von anderen Menschen abgewertet zu werden. Nichts wert sein, alles falsch machen. Diese Angst führt dazu, dass sich Betroffene immer weiter zurück ziehen um entsprechende Situationen zu vermeiden.

Die Sozial Phobie führt aber auch dazu, dass sich die Betroffenen erst Recht komisch verhalten. Durch den krampfhaften Versuch etwa, “normal” zu sein.

 

Meine Freundin

Kommen wir zurück zu meiner Freundin. Sie hat gewiss keine Sozial Phobie denn sie zieht Menschen förmlich an. Ihr ist es ein Stück weit egal, wie Menschen reagieren, weil sie in jedem Kontakt eine neue Chance sieht. Diese Offenheit spüren Menschen.

Es sind genau diese Menschen, die einen Raum betreten und der Raum ist geradezu erfüllt von der Anwesenheit dieser Person. Diese besondere Aura, das ist unser Charisma. Es ist wichtig, sich damit zu beschäftigen, weil Charisma darüber entscheidet, wie andere Menschen uns wahrnehmen und wie sie mit uns umgehen. Wenn dich das Thema interessiert, lese hier weiter:

▶︎ Wie bekomme ich Charisma?

 

Wir hoffen, dieser Artikel konnte dich aufklären. Viele von uns sind etwas schüchtern, das ist ganz normal und somit absolut in Ordnung. Zurückziehen kann jedoch zur Vereinsamung führen. Wenn du bei dir das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, hole dir professionelle Hilfe. 

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