Gemeinsam gegen die Herbst- und Winterdepression

Wenn die Nächte länger und die Tage kürzer werden, bricht für einige Menschen eine nur schwer zu ertragende Zeit an. Warum das so ist und was du konkret tun kannst, um ihnen zu helfen, dass verrate ich dir in dem folgenden Artikel.

 

Der gute, alte Herbst ist da. Ich mag ihn. Draußen wird es jetzt wieder kühler. Es ist die ideale Zeit, um es sich mit einem heißen Tee auf der Couch bequem zu machen. Dazu nun noch ein spannendes Buch und leise Musik vom Handy. Herrlich. So lässt sich das Leben genießen.

Ganz ehrlich, ich freue mich jedes Jahr wahnsinnig, wenn im Oktober die Uhren wieder umgestellt werden und damit die Winterzeit beginnt. Doch, das geht bei Weitem nicht allen so. Im Gegenteil. Viele Menschen leiden unter den Tagen, die nun immer kürzer werden. Sie können mit dieser dunklen Stimmung nichts anfangen, fühlen sich einsam und von ihrer Umwelt alleine gelassen.

 

Herbstdepression

Wetter & Gedenktage spielen eine zentrale Rolle

Das Wetter spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Starker Wind und Regen hindern besonders ältere Menschen daran, einen Fuß vor die Tür zu setzen. So werden sie zu Gefangenen in ihrem eigenen Zuhause. Die Dunkelheit meiden sie eh und die nun folgenden Gedenk-Sonntage machen die ganze Situation auch nicht einfacher. Sie verstärken die depressiven Gefühle noch, in dem nun an all jene erinnert wird, die nicht mehr unter uns sind und die so schmerzlich vermisst werden.

Aber es gibt auch genug junge Menschen, die unter dieser Jahreszeit leiden. Hier trifft es besonders diejenigen, die schon immer das Empfinden hatten einsam zu sein und die nur schlecht alleine sein können.

 

Signale erkenne und auf diese reagieren

Jeder von uns hat in seinem direkten Umfeld mindestens einen Menschen, dem es so ergeht, wie oben beschrieben und hier ist ein „guter Freund“ wirklich das bekannte „Gold“ wert, denn gerade jetzt kann ein überraschender Besuch oder eine Einladung die perfekte Hilfe und Stütze sein, die so sehr nötig ist.

Viele Menschen sagen nicht offen, wie es ihnen geht und wie sie sich wirklich fühlen. Aber, sie geben Hinweise und Signale, die uns hellhörig machen sollten. Aussagen wie: „Ich weiß nicht, was ich heute mache“ oder „am liebsten würde ich einfach nur im Bett bleiben“ sollten bei uns die Alarmglocken schlagen lassen. Hier heißt es direkt reagieren und einfach mal wieder ein Treffen organisieren. Dabei solltet ihr unbedingt raus und an die Luft gehen. Sauerstoff tut allen Menschen gut und wenn sich die Sonne blicken lässt, kann sich der Herbst auch von seiner schönsten Seite zeigen, mit all den Grün-, Rot- und Brauntönen. Es wird euch beiden gut tun. Aber nimm dir Zeit für deinen Gegenüber, denn gerade jetzt braucht er dich.

Achte auch auf deine Familie. Sollten deine Großeltern auf den Friedhof wollen, biete ihnen doch einfach mal an, sie zu begleiten und lasse sie von früher erzählen. Du wirst merken, umso weiter ihr geht und umso länger ihr sprecht, desto glücklicher und befreiter werden sie. Du kannst auch einfach mal einen Kuchen backen oder beim Bäcker kaufen und sie damit überraschen!

Es ist gar nicht so schwer, Menschen aus ihrer Einsamkeit zu holen und sie vor einer Winterdepression zu bewahren. Du musst es nur wollen. Sei also wachsam und schaue, wie deine Mitmenschen sich geben. Viele lieben den Herbst, doch nicht wenige können ihn auch nicht leiden und so ein heißer Tee, der schmeckt nach einem Spaziergang zu zweit oder dritt, noch viel besser.

Gemeinsam gegen die Herbst- und Winterdepression